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Architektur & Design

1. Rang für „Die Daltons“

Die Einwohnergemeinde Laufen, vertreten durch den Stadtrat, will auf dem Entwicklungsgebiet „am Diebach“ zahlbaren Wohnraum für Familien schaffen. Vorgesehen ist eine Überbauung mit acht Doppeleinfamilienhäusern. CAS konnte die öffentliche Investoren-Ausschreibung mit dem Projekt „Die Daltons“ für sich entscheiden.

Setzung / Städtebau

Die vier Gebäudekörper bestehen aus je zwei gespiegelten und zusammengebauten Einfamilienhäusern. Diese erstrecken sich entlang dem Diebach beziehungsweise der neuen Diebachstrasse. Die neuen Häuser bilden einen präzisen und einheitlichen Abschluss des Wohnquartieres gegen die neue Diebachstrasse.

Ökologisches Bauen

Die Konstruktionsaufbauten der Wände und Decken werden so gewählt, dass die Anforderungen an Minergie-ECO erfüllt sind. Alle tragenden Bauteile sowie die Aussenschalungen werden mit biozidfreiem Schweizer Holz ausgeführt. Auf das Erstellen eines Dach- oder Attikageschosses wurde verzichtet, um mehr Flachdachfläche für Photovoltaik und Biodiversität (Begrünung) zur Verfügung zu haben. Die Nutzung der Erdwärme mittels Sonden und Wärmepumpen weist eine hohe Effizienz und Zuverlässigkeit auf. Ein weiterer Vorteil ist auch die direkte Kältenutzung aus dem Erdreich (Freecooling), was den Komfort in den Wohnungen steigert.

Ökonomisches Bauen

Die vier Gebäude bestehen grundsätzlich aus gleichen, wiederkehrenden und vorgefertigten Holzelementen. Im Werk werden die Bauteile präzis zusammengebaut und auf Pritschen verladen. Mit umweltschonenden LKW werden die Bauelemente "Just in Time" auf die Baustelle geliefert. Dank der hohen Vorfabrikationsstufe werden die Baustellenzeiten sowie die Lärmemissionen stark reduziert. Nach dem Aufrichten kann mit dem Innenausbau sofort gestartet werden.

Der Preis pro Haus mit gutem Ausbaustandard ist attraktiv. Auch der Zahlungsplan ist sehr Käuferfreundlich. Er erspart der Käuferschaft das Tragen der Bauzinsen während der Bauzeit weitgehend.

Fassadengestaltung

Die natürlich vorvergraute klassische Holzschalung wird neuzeitig horizontal und vertikal verlegt. Es entsteht ein spannungsvolles und unaufgeregtes Fassadenbild welches gleichzeitig die Nachhaltigkeit dieser Siedlung aufzeigt.

Soziologie / Flexibilität / Tragstruktur

Die Käufer und zukünftigen Bewohner können ihre Bedürfnisse flexibel in den Grundriss integrieren. Es ist auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich die Grundrissaufteilung anzupassen. Die Aussenwände sind allesamt tragend ausgebildet. Die Tragstruktur im Innern besteht lediglich aus zwei Stützen.

Das Haus lässt sich an die Wünsche der Bewohner anpassen: Der Luftraum im 1. OG kann verschiedenartig genutzt werden: Als Luftraum über dem Essbereich, als teilweiser Luftraum, mit integriertem Arbeitsbereich, geschlossen als Spielzone oder Bürobereich.

Umgebungsgestaltung mit Zugang und Parkierung

Die Gebäude fügen sich selbstverständlich in die bestehende Umgebung ein. Es werden ausschliesslich einheimische Gehölzer und Sträucher gepflanzt. Jede Einheit hat einen gedeckten Carport und einen offen Parkbereich. Der Anschluss an das Trottoir entspricht einem Privatsphäre-Filter von alternierenden Elementen (Carport und Zugangsweg mit sickerfähigem Hartbelag sowie das ungedeckte Parkfeld und der Wiesenbereich). Im Bereich der Hauseingänge wird eine Rebe das Rankgerüst beleben und so die Veloabstellplatze visuell trennen. Im Bereich der Parzellengrenze soll ein kleines Stück als Trockenmauer aus einheimischem Kalkstein erstellt werden und so die Biodiversität erhöhen.

Autor: Linda Kolly, Luzern, 17. August 2021