2019 CAS ARCHITEKTUR

Heugärten Geuensee

Qualitätsvolle Innenentwicklung

Die Entwicklung von Geuensee soll mit einem qualitativen Wachstum erfolgen. Der Fokus liegt auf dem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Land sowie einer nachhaltigen Innenentwicklung. Das Areal «Heugärten» wird für die Siedlungsentwicklung nach innen als prioritär eingestuft. Das vorliegende Projekt umfasst fünf Bauten mit insgesamt 76 Wohnungen und steht im Dialog mit dem Projekt «Sternenhaus» auf der gegenüberliegenden Strassenseite.

Ein ursprünglich geplantes Projekt auf dem Areal «Heugärten» vermochte bezüglich einer qualitätsvollen Innenentwicklung von Geuensee nicht zu überzeugen. Der Gemeinderat entschied sich gemeinsam mit dem Bauherrn für eine komplett neue Ausrichtung, welche auch Anliegen aus der Bevölkerung aufnehmen sollte. In der Folge prüfte CAS verschiedenste Varianten und unterzog diese einer sorgfältigen Analyse. Die vorliegende Lösung schafft mit der Neuordnung die gewünschte Ein- und Durchsicht. Das Konzept mit den fünf Bauten reagiert mit der geometrischen Ausrichtung und der Dimensionierung der Baukörper auf die unterschiedlichen angrenzenden Siedlungsteile präzise und angemessen. Es gelingt, alle relevanten Bezüge aufzubauen. Die zwei zur Kantonsstrasse versetzten Baukörper übernehmen den Freiraum der Siedlung und führen diesen als Übergang zur Kapelle weiter. In seiner Dimension reagiert der nördlichen Baukörper auf das langgezogene Gebäude der gegenüberliegenden Strassenseite. Der zweite Baukörper wird so ausgedreht, dass ein räumlicher Bezug und eine Akzentuierung des Strassenraumes zur Kapelle hin aufgebaut wird. Die Kapelle wird als zentrales Element in den Blickpunkt der räumlichen Abfolge gebracht. An der Schnittstelle zwischen den beiden Baukörpern entsteht eine kleine Aufweitung, welche die dort gelegene Bushaltestelle als öffentlichen Ort markiert.

Freiraum als Begegnungszonen

Der östliche Baukörper fasst den neuen Binnenraum, der als Erschliessungs- und Aussenraum für die Wohnungen dient. Mit seiner Stellung verbindet er zugleich die angrenzenden Freiräume und schafft den Bezug zu den kleineren Baukörpern östlich entlang dem Dorfbach. Der fünfte Baukörper bildet hangseitig den Übergang zu der eher kleinteiligen rückwärtigen Bebauungsstruktur, akzentuiert hier aber auch die Offenheit der gesamträumlichen Disposition der Umgebungsgestaltung. Der Aussenraum verbindet die zwei prägenden Freiraumelemente des Ortes: der Grünzug entlang dem Dorfbach und der Strassenraum der Kantonsstrasse. Es entsteht eine selbstverständliche Zonierung der Freiräume. Das Umfeld der Kapelle und die Grünstruktur entlang des Dorfbaches werden in die Siedlung integriert und in ihrer Ausprägung gestärkt. Im Nutzungskonzept sind sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen angedacht. Die Grösse der verschiedenen Wohneinheiten ist auf die Bedürfnisse verschiedener Lebensmodelle und Generationen ausgerichtet.

Für die Umsetzung des Projektes ist eine Teilrevision der Ortsplanung Voraussetzung. Die Bevölkerung stimmt an der nächsten Gemeindeversammlung darüber ab.

Sternenhaus Geuensee

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