2020 CAS ARCHITEKTUR

Geissensteinring Tribschenstrasse Luzern

Neues Erscheinungsbild

Das ehemalige Swisscom Gebäude aus dem Jahr 1972 wird einer neuen Nutzung zugeführt. Die bisherige Single-Tenant-Gebäudestruktur wird für eine Multi-Tenant-Nutzung umgebaut. Gleichzeitig wird die Gebäudehülle energetisch saniert und komplett erneuert. Die neue vorgehängte Metallfassade in Bronzetönen verleiht dem Bau ein modernes, repräsentatives Erscheinungsbild.

Der bestehende Bau mit seiner grüner Metallfassade wurde damals bei der Planung exakt auf die Bedürfnisse von Swisscom ausgerichtet mit massgeschneiderten Räumlichkeiten. Seither haben sich die Ansprüche bezüglich Ausstattung und Raumbedarf der Ankermieterin verändert, was sich auch auf das 1972 erstellte Gebäude auswirkt. Dieses wird in seiner Gebäudestruktur neu ausgerichtet auf eine Nutzung durch mehrere Mieterschaften. Die Swisscom bleibt im EG und UG mit vorwiegend technischen Anlagen als Mieter bestehen. Die Gebäudeinfrastruktur sieht je Geschoss Allgemeinflächen mit Sanitären-Anlagen, Meetingräumen, Küche und Kaffeelounge vor. Im 4.OG wird wie bis anhin ein Aufenthaltsraum mit Aussensitzplatz angeboten. CAS ist mit Projektleiter Markus Gontarz für die Architektur verantwortlich. Er bezeichnet die Aufgabe als spannende Herausforderung, insbesondere die Entwicklungsphase: „Die verschiedenen Vorstellungen und Bedürfnisse aller am Projekt Beteiligten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, erachte ich als guten und lehrreichen Prozess. Unterschiedliche Ideen zu diskutieren und daraus eine für alle stimmige Lösung abzuleiten, erfordert von den Beteiligten kreatives Mitdenken. Das eröffnet viel Konstruktives,“ so Markus Gontarz.

Fassadenspiel mit Licht und Schatten

Die bestehende Metall-Fassade mit Fenstern und Türen wird bis auf die Tragstruktur des Rohbaus rückgebaut und den heutigen energetischen Anforderungen und optischen Ansprüchen an die Gestaltung angepasst. Die neue Fassade wird als hinterlüftete Metallfassade in Aluminium mit einer Rahmenkonstruktion erstellt. Die Füllelemente bestehen aus Streckmetall Aluminium. Im EG (Bereich Swisscom) wird die Streckmetallfassade über die Fenster als Sicht- und Einbruchsschutz gezogen. Sämtliche Metallteile sind pulverbeschichtet und verleihen der Oberfläche eine aussergewöhnliche tiefmatte samtige Feinheit. An der Fassade beim Anbau Süd EG- 5.OG, Treppenhaus Ost EG-5.OG und Dachaufbau 5.OG befindet sich eine zweifarbige Kompaktfassade mit einem strukturierten Rauputz. Die Verbindung von Lisenenblech und Streckmetall in schimmernden Bronze- und Beigetönen erzeugt eine lebendige und elegante Struktur, die mit Licht und Schatten spielt. Das Flachdach aus der Bauzeit wird mit einer neuen Dämmung ausgerüstet und anschliessend wieder extensiv begrünt. Auf dem Dach vom Technikgeschoss zu Oberst ist voraussichtlich eine PV-Anlage vorgesehen.

Die Baueingabe erfolgte Ende Februar 2020. Der Baustart ist im dritten Quartal 2020 vorgesehen.

  • Bauherrschaft: Credit Suisse Anlagestiftung RES Commercial vertreten durch Wincasa AG
  • Generalplaner: HRS Real Estate AG
  • Architektur: CAS Architektur AG

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