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Mensch & Lebensraum

Milchkuh Emma flüchtet ins Giraffenland

Warum sie das tut? Sie hat die Schnauze voll, will keine Hochleistungskuh mehr sondern Künstlerin sein. Sie büxt aus, landet in Afrika. Und begegnet dort der Kunst. Das aktuelle Stück GIRAFFENLAND von visch&fogel.theater unterwegs ist ein Plädoyer für den Respekt für die eigene wie fremde Kulturen und ein klares Bekenntnis gegen Rassismus. Ein interkulturelles Musiktheater für Gross und Klein. Zu sehen in Willisau und Luzern.

Die Hochleistungskuh Emma hat die Schnauze voll. Sie ist eine Milchkuh, will aber endlich Künstlerin werden. Mit ihrem roten Koffer büxt sie aus, Richtung Süden. In der Radiosendung TIERE UND HORIZONTE hört sie von einer Giraffe. Diese spielt Kora, ein afrikanisches Saiteninstrument. Schwitzend irrt Emma durch ganz Afrika, sucht diesen Klang. Als sie schon fast aufgeben will, findet sie das GIRAFFENLAND. Dort lebt die Giraffe. Ob Emma Künstlerin wird - das wissen die Götter. Tierisch humorvoll, herzerwärmend und voller Poesie!

Das Bild von Afrika

Seit einigen Jahren leben viele afrikanische Familien in der Schweiz. Sie bringen ihre Geschichten und die Kultur aus ihrer Heimat in unser Land. In den Medien hören wir von all den Kriegen und Flüchtlingsdramen, sehen Schreckensbilder, ein zu tiefst armes Afrika, das man beweinen muss. Der kulturelle Reichtum des schwarzen Kontinents bleibt auf der Strecke und geht für die Kinder, die hier leben weitgehend verloren. Welche schwarzen Vorbilder haben afrikanische Kinder in der Schweiz? Auf wen können sie stolz sein? Wo hören sie Geschichten und Sagen, die mit ihren Wurzeln zu tun haben? Wie können sie ihren „kulturellen Schatz“ in unsere Gesellschaft einbringen, andere Kinder mit ihren ureigenen Geschichten und Liedern begeistern?

Kulturelle Schätze austauschen

Das Stück GIRAFFENLAND, in dem die Musik und Erzählkunst eine zentrale Rolle spielen, soll den afrikanischen Kindern in unseren Schulen eine Identifikationsfläche bieten. Die Kinder sollen aus dem schwarzen Kontinent Geschichten und Musik hören, einen afrikanischen Künstler erleben, der sie stolz macht und ihnen wiederum Ansehen unter den weissen Kindern einbringt. Auch für Schweizer Kinder gilt es den eigenen kulturellen Erfahrungsschatz zu erkennen und diesen in Bezug auf fremde Werte zu erfahren.

«SPEZIELL FÜR KINDER IST ES WICHTIG AFRIKANISCHE GESCHICHTEN IN EINEM KONTEXT ZU UNSEREN MYTHEN UND SAGEN ZU ERLEBEN. SIE BEKOMMEN SOMIT DIE CHANCE GEMEINSAMKEITEN ODER INTERESSANTE KONTRASTE ZU ENTDECKEN.»

GIRAFFENLAND phantasiert mit dem Publikum über Themen wie das Fremde, das Eigene, unsere Hochleistungsgesellschaft, Mythen und Sagen, unsere Ahnen, Heimat, Auswandern, Verwirklichung eines Traums, was ist eine Künstlerin oder ein Künstler, braucht die Menschheit überhaupt solche Spinner? Ist Kunst unnütz? Oder ist sie eine heilige Kuh? Das Bewusstsein für den eigenen „kulturellen Schatz“ zu fördern, scheint mir ein wertvoller Beitrag zur Integration der Migrationskinder.

Für Gross und Klein

GIRAFFENLAND ist ein Plädoyer für den Respekt sowohl für die eigene wie fremde Kulturen und ein klares Bekenntnis gegen Rassismus. Wir spielen das interkulturelle Musiktheater für Klein und Gross sowohl in Kleintheatern, als auch in Schulen. Es soll eine emotionale Auseinandersetzung über Vorurteile, das Fremd sein und die eigenen Geschichten ermöglichen.

Die Aufführungen


Premiere SA 26.10.19, Rathausbühne Willisau,17.00 Uhr (unterstützt von CAS Gruppe AG)
SA 02.11.19, Rathausbühne Willisau, 17.00 Uhr
SA 30.11.19, Theater Pavillon Luzern, 17.00 Uhr (unterstützt von CAS Gruppe AG)
SO 01.12.19, Theater Pavillon Luzern, 17.00 Uhr


Weitere Aufführungen:
https://www.visch-und-fogel.ch/aktuell/

Autor: Hans Troxler, visch&fogel.theater unterwegs